Willkommen

Nach einem Unfall stellen sich viele Fragen: von der besten medizinischen Versorgung bis zur Sorge, ob eine Rückkehr in den (Arbeits-)Alltag möglich ist. Reha-Manager unterstützen auf dem Weg zurück in ein Leben mit Perspektiven. Sie koordinieren und überprüfen die Qualität diagnostischer und therapeutischen Maßnahmen, empfehlen und organisieren geeignete Leistungserbringer, die Unterbringung, Planung und Organisation der Weiterbehandlung und Vorbereitung der Entlassung. Als Experten im Sozialversicherungsrecht suchen sie die richtigen Stellen für die Kostenübernahme, je nach Fall können auch Maßnahmen, die z.B. über den Leistungskatalog der Krankenkassen hinausgehen, organisiert werden, wenn sie für die Heilung als zielführend eingeschätzt werden.

Auch bei der Wiedereingliederung ins Berufsleben unterstützen Reha-Manager und – je nach Schwere des Falls – auch bei der Erstellung eines individuellen Pflegekonzepts, orientiert am tatsächlichen Bedarf unter Einbezug der Eigen- und Umweltressourcen sowie der Kostensituation. Von der Antragstellung für den Bezug von Pflegeleistungen bis zur Planung und Koordination zum Umbau des Wohnumfeldes reicht die Bandbreite der Unterstützung durch Reha-Manager.

Der Verkehrsgerichtstag in Goslar hat bereits in den Jahren 2000, 2008 und 2012 die Einschaltung eines privaten Reha-Dienstes in geeigneten Fällen auf freiwilliger Basis ausdrücklich empfohlen:  „Die auf freiwilliger Basis erfolgte Inanspruchnahme des Reha-Managements durch den Geschädigten hat sich in der Praxis bewährt; es sollte verstärkt genutzt und aktiv eingefordert werden.“

Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltsverein hat 2002 Anforderungen an den Reha-Dienst und das anzuwendende Verfahren formuliert. Dieser sogenannte „Code of Conduct“ soll deren Einhaltung sicherstellen, damit nicht schrankenlos und ohne Kontrolle ggf. zum Nachteil des Unfallverletzten gehandelt wird.

Neben der im „Code of Conduct“ formulierten Strukturqualität (weisungsfrei, personelle und organisatorische Unabhängigkeit, vorhandener Beirat) gibt es weitere qualitative Aspekte, die unabdingbar sind: Qualität durch flexible Organisationsstrukturen, Qualifikation der Reha-Manager oder auch das Qualitätsmerkmal „Prozesse“. Hierzu gehört neben dem klassischen Ablauf im Reha-Management durch ein inter- und multidisziplinäres Beraterteam,  auch die Anforderungen an ein sicherheitsorientiertes Datenschutzkonzept.

Die führenden privaten Reha-Dienstleister rehacare GmbH, ReIntra GmbH und IHR Rehabilitationsdienst, haben sich zur „Arbeitsgemeinschaft Rehabilitation“ (ARGE Rehabilitation) zusammengeschlossen. Sie sind dem o.g. Code of Conduct verpflichtet und von der ARGE Verkehrsrecht anerkannt. 

Damit sowohl Anwälte, Unfallopfer oder auch Versicherer im immer größer werdenden Markt der Reha-Dienstleister die hohen Qualitätsmaßstäbe an ein Reha-Management erfüllt bekommen, wurden die nachfolgenden Handlungsleitlinien erstellt. Danach handeln die Mitglieder der ARGE Rehabilitation bereits seit Jahren und empfehlen, dass  diese Grundsätze als allgemein verbindlich für alle privaten Dienstleister in diesem Bereich gelten sollten.